Et iss nich imma Sonnenschein

Datt erste heute morgen waren lecka Brötchen. Danach ging es dann aber nicht so lecker weiter. Konkret: ett wurde nass! Die Frauen haben endgültig die Macht an Bord bzw. am Ruder übernommen. Von Kühlungsborn nach Travemünde ging die Fahrt nahezu im Dauerregen, der aber gegen mittag wärmer wurde. Davon spürt man nur leider in nassen Klamotten recht wenig. Für die Frau am Ruder wurde daher eine neue Kollektion aus blauem Müllsack und Hygiene-Abfall-Beutel über den Handschuhen kreiert. Hauptsache es funktioniert! Die restliche Crew wechselte sich ab mit der Anwesenheit auf Deck, bzw. aufwärmen und annähernd trocknen im Bett.

Zum Glück gabs zur Mittagszeit Suppe aus passiertem Allerlei vom Vortag mit frischem Gemüse. Damit konnten alle wieder aus den Kojen hervor gelockt werden, und zu neuem Tatendrang aktiviert werden.

Eine neue Auszubildende am Steuer mit nagelneuem Südwester in Feuerwehrrot ergriff nachmittags das Ruder und segelte uns bis in den sicheren Hafen von Travemünde, hier jedoch wurde das Ruder wieder in Männerhand gegeben, um das Anlegemanöver mit starken Strömungen zu bewerkstelligen. Durch diese Verzögerung kamen die Kaufwütigen in dieser Shopping Metropole etwas zu kurz, aber man kann auch in Drogeriemärkten und Apotheken so einige Schätze entdecken.

Die letzte Nacht senkt sich nun über die Besatzung, und es mischt sich Abschiedsschmerz mit Wehmut, aber auch ein wenig Heimweh und Wehrmut. Der eine freut sich auf sein Bett, der nächste auf ein Wannenbad im tropischen Badeschaum, und wieder andere auf  eine weitere Woche Urlaub im Wohnmobil.

12 Seemeilen liegen morgen noch vor uns, und dann heisst es Vorräte vernichten, Kojen aufräumen, und das Schiff in Neustadt übergeben. Das Deck wurde bereits heute durch die günstigen Wassermengen von oben und großzügig verteilten Scheuermilch geschrubbt, natürlich auch dies nicht ohne die dazu gehörige Portion Spass. Der Kühlschrank wird abgetaut, die Weinvorräte vernichtet, schauen wir was der Abend noch so bringt…

16. Oktober 2009 at 19:14

Kühlungsborn

Eine kühle Brise wehte uns heute von Fehmarn hinüber nach Kühlungsborn.

Gestern hatten wir einen perfekten Segeltag, so wie er im Buche steht. Mit nordöstlichen Winden und hohen – aber magenfreundlichen Wellen segelten wir von Nysted los. Nachdem alle kräftig mit anpackten um die Segel zu setzen, und der Ableger sowie der Gruß an Neptun mit einem Tablett Sherry vorschriftsmäßig erfüllt wurden, konnten wir uns entspannt in die Sonne legen, sei es auf Bänken, unter den Bänken oder im Klüver inklusive Fußbad nach Vatter Kneipp. Bei so viel Sonnenschein lassen sich auch die gefühlten 3° locker ertragen, ausserdem gibt es ja noch die Möglichkeit unter den großen Regensachen viele Kleidungsstücke unterzuziehen. Wenn alle Stricke reißen hilft dann immer noch ein Schnappes gegen kalte Füße (auf ärztlichen Rat!)

Auf Fehmarn hatten wir dann ein Anlegemanöver mit vielen Zuschauern, und als das Schiff dann gut lag machten die meisten von uns einen Landgang. Natürlich noch immer im Sonnenschein! Auf Schnäppchenjagd fanden wir wunderbare Segelhandschuhe, mit denen die Hälfte der Crew nun arbeitet, und Fleecepullover um noch eine Schicht draufzulegen.

Und am heutigen Tag war das auch bitter nötig. Immer noch trocken, aber mit mehr eisiger Luft und weniger Sonnenschein, dafür aber wieder mit wahnsinnig hohen Wellen schipperten wir gen Süden. Nahezu tiefgekühlt benötigten wir eine Wiederbelebung duch eine Krabben-Curry-Kartoffelsuppe – Ein Hoch auf die Backschaft!

Die kulinarische Versorgung lässt keine Wünsche offen, selbst die Vegetarier werden berücksichtigt. Allerdings haben wir hin und wieder Probleme die Weinvorräte aufzufüllen – das verdunstet hier aber auch alles so schnell.

15. Oktober 2009 at 17:23 Hinterlasse einen Kommentar

An Bord

13. Oktober 2009 at 16:35 Hinterlasse einen Kommentar

Im Hafen

13. Oktober 2009 at 16:21 Hinterlasse einen Kommentar

BV2

13. Oktober 2009 at 16:13 Hinterlasse einen Kommentar

Sonnenuntergang

13. Oktober 2009 at 16:02 Hinterlasse einen Kommentar

CIMG0064

13. Oktober 2009 at 15:46

Willkommen in Bullerbü!

Na gut, wir sind in Nysted, aber man könnte meinen wir wären in Bullerbü! Die Sonne scheint, blauer Himmel mit weißen Schäfchenwolken bei gerade 8°

Heute war ein ganz entspannter Segeltag auf nicht ganz so rauer See, so dass heute auch Alle Crew-Mitglieder den Tag AUF Deck genießen konnten. Nach den Strapazen des vergangenen Tages haben wir uns das auch alle verdient. Mit anderen Worten – gestern war ein harter Tag für schwache Mägen, und auch für die Wenigen, deren Arbeitskraft noch erhalten war. Doch wir haben es ja nicht anders gewollt. Frei nach unserem Motto: Das Leben ist keine Waldorfschule!

Und so tanzten die Möwen ihren Namen auf dem Wasser.

Kleine Zwischeanmerkung: Nein, wir sind noch immer nüchtern.

Trotz dass sich einige belästigt fühlen, wenn aktive Frühaufsteherinnen gutgelaunt um kurz nach sieben bereits den Tag mit einem Sonnengruß starten und die Brücke montieren, um allen anderen, völlig selbstlos, den Weg an Land zu ermöglichen, ist die Stimmung super. Auch das Teamwork an Bord, insbesondere bei den Backschaften funktioniert hervorragend, so dass bei stärkstem Seegang Schnittchen geschmiert wurden und mit flüssigen Stärkungen gereicht wurden.

13. Oktober 2009 at 15:35 Hinterlasse einen Kommentar

Regen

Der Start im Ruhrgebiet verhieß nichts Gutes… Feiner Sprühregen… wahlweise kurzfristig pläddernder Regen… die Autoscheiben sanft benetzender Regen vs. riesige Teiche auf den Straßen bildender Regen…. und allen Hoffnungen zum Trotz sollte sich das Wetter auch im Laufe des Tages nicht ändern…

Aber egal: wir sind hier! Acht Frauen, sechs Männer – bereit den Widrigkeiten des Wetters auf der Ostsee zu trotzen und unser Schiff  durch die Wellen zu reiten.

Der erste Tag in Neustadt bildete jedoch erst einmal das Warm-Up (sofern das bei der Wetterlage zu sagen ist) für den Törn: Einrichten an Bord, Beziehen der Kojen, letzte Wartungsarbeiten an der Zapfanlage. Damit, und mit einem Bummel über die samstag-nachmittäglich hochgeklappten Bürgersteige von Neustadt, vertrieben wir uns erfolgreich die Zeit.  Am nächsten Morgen soll es losgehen!

11. Oktober 2009 at 07:12 Hinterlasse einen Kommentar

Around the world

Auch wenn unser Schiff sich am ersten Tag keine Seemeile bewegte, reisten wir zumindest kulinarisch um den Globus. Nach dem Start mit viererlei (Geburstags)kuchen aus good old Germany, hatte die Backschaft für den Abend mediterranen Salat mit Feta und als Hauptgericht scharfes Hühnchen mit Reis und indischen Dal-Linsen gezaubert. „Morpheus Traum“ mit reichlich Eierlikör führte uns dann in andere Gefilden… Chilenischer Rotwein und Bremer Brauereierzeugnisse hielten uns dann noch ein paar Stündchen bis zur frühen Nachtruhe bei Laune.

11. Oktober 2009 at 06:31 Hinterlasse einen Kommentar


 

Januar 2012
M D M D F S S
« Okt    
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031  

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.